Jürgen Thau

PHPlist: Mailversand drosseln bei Beschränkungen durch den Provider

Viele Anbieter von Webspace drosseln die Zahl der E-Mails, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne versendet werden dürfen. Kürzlich hatten wir eine Supportanfrage, bei der der Hoster des Kunden nur 450 E-Mails pro Stunde erlaubte. Da Newsletter aber an mehrere tausend Empfänger versendet werden sollten, sorgten die Standardeinstellungen dafür, dass nach knapp 450 E-Mails alle weiteren Sendversuche blockiert wurden und die Mails mit einer Fehlermeldung zurückkamen. Erst nachdem ein neues Zeitintervall angefangen hatte, konnten wieder Mails versendet werden. Die Ursache lag in den Einstellungen für die Drosselung des Mailversandes in PHPlist.  Im Folgenden beschreiben wir, wie man Probleme damit vermeidet.

"(Nicht überprüft)" in Drupal-Kommentaren entfernen

Die meisten Blogs gestatten es ihren Besuchern, dass man Kommentare schreiben kann ohne sich dafür anzumelden. Das geht auch bei Kommentaren auf einer Drupal-Webseite. Allerdings wird dann hinter dem Namen des Kommentarautors stets ein "(nicht überpüft)" angehängt. Dieser Text erscheint auch in der Liste der neuesten Kommentare, wenn man den entsprechenden Block aktiviert hat.

Schön ist dieser Eintrag nicht und bis einschließlich Drupal 6 gibt es auch für den Admin keinen Schalter, um ihn loszuwerden. Ab Drupal 7 kann man immerhin in den Theme-Einstellungen die Anzeige des User-Status' deaktivieren, womit der Text verschwindet. Bei früheren Drupal-Versionen muss man dagegen mehr oder weniger aufwändige Eingriffe in der PHP-Dateien des Themes vornehmen (Achtung: Bitte niemals die Drupal-Core-Dateien oder die Dateien der mitgelieferten Themes ändern, sondern immer eine Kopie des Themes in ../sites/all/themes erstellen und diese anpassen!).

Eine andere Lösung gibt es für Drupal 6 (und 7), in Form des Moduls Submitted By. Damit kann man, in Verbindung mit dem Token-Modul, die gesamte Zeile die unterhalb eines Kommentares (aber auch einer Node!) erscheint nach belieben gestalten. Wer schon mit dem Token-Modul gearbeitet hat, wird keine Schwierigkeiten haben, seine Autorenzeilen anzupassen.

Und so gehts:

Broken Links auf Drupal-Site finden - kein Problem mit Link-Checker

Drupal besitzt von Haus aus keine Möglichkeit, interne oder externe Links zu verwalten. D.h. es gibt keine automatisierte Prüfung, ob diese Links noch gülitg sind. Dabei kann es schnell passieren, dass ein Link zerbricht. Sei es, dass eine Seite gelöscht, verschoben oder durch einen andere ersetzt wird. Zumindest bei internen Links besteht dann noch die Chance, dass man die Links manuell ändert – sofern man sich noch an alle Verlinkungen erinnern kann. Bei externen Links bekommt man derartige Änderungen aber gar nicht erst mit. Schön wäre es daher, wenn es wenigstens eine regelmäßig Überprüfung aller Links gäbe und man anschließend alle gebrochenen Links aufgezeigt bekommt. Ob man diese dann ändert oder ganz entfernt ist dann jedem selbst überlassen. 

Tipps & Tricks zur Suchmaschinenoptimierung

Viele betrachten das Thema Suchmaschinenoptimierung als Geheimwissenschaft und so mancher Anbieter dieser Dienstleistung stützt diesen Glauben nur zu gerne - sichert es doch arglose Kunden. Tatsächlich geheim ist zunächst einmal tatsächlich der Algorythmus, den Google (und auch andere Suchmaschinen) verwendet, um die Seiten eines Webauftrittes zu analysieren und in den Suchindex einzusortieren. Aber Google gibt auf seinem Webmaster-Blog durchaus Ratschläge, was man tun kann, damit die eigene Website über die Suchfunktion auch gefunden wird. Neben etwas Know-How braucht man ansonsten vor allem Geduld und Fleiß. Geduld, weil es gerade bei neuen Websites eine Weile dauert, bis die eigenen Bemühungen Früchte tragen und Fleiß, weil man Inhalte schaffen muss, damit sich die Suchmaschinen überhaupt für die eigene Seite interessieren. Mit dieser kleinen Artikelserie wollen wir allen, die ihre Website selber pflegen und optimieren wollen, das nötigste Rüstzeug an die Hand geben, auch ohne fremde Hilfe die eigene Seite zu optimieren.

Die Beiträge werden in loser Folge erscheinen. Den Auftakt macht ein Kurzüberblick  und dann geht es mit dem wichtigsten Thema überhaupt weiter: dem Inhalt (engl. Content; eigentlich müsste man hier eher von "Copy" reden, denn es geht vor allem um den geschriebenen Text, nicht um andere Inhalte wie Bilder oder Dateien). Geplant sind folgende Beiträge:

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und hoffen Ihnen nützliche Anregungen geben zu haben. Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben oder Unterstützung benötigen, dann nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf - über unser Kontaktformular, per Mail oder Telefon

Vor- und Zurückblättern-Link in Drupal-Blog-Postings

Drupal besitzt standardmäßig Funktionen, um ein Blog zu betreiben. Wer seine Seite mit den Standardeinstellungen installiert hat stellt allerdings sehr schnell fest, dass Drupal da doch einiges fehlt, dass Spezialisten wie Wordpress von Haus aus mitbringen. Wenn man beispielsweise ein Blogposting liest, so gibt es keine Möglichkeit, zum vorherigen oder nächsten Blogposting weiterzublättern. Man muss erst zurück auf die Übersichtsseite, um dort dann den nächsten Beitrag aufrufen zu können. Aber es gibt ja fast nicht, was man Drupal nicht nachträglich beibringen könnte. Und so gehts:

Drupal Webform-Modul: keine erweiterte Validierung mehr nach Update

Mit dem Modul Webform kann man in Drupal sehr einfach Formulare für seine Webseite erstellen. Das Modul ist sehr flexibel und mächtig, so dass auch sehr indiividuelle und umfangreiche Onlineformulare erstellt werden können. Zur Auswertung des Formulars war es sogar möglich eigenen PHP-Code an das Formular zu übergeben. Aus Sicherheitsgründen haben die Entwickler dieses Feature vor einiger Zeit stillschweigend entfernt.

Das führt bei einem Update älterer Webform-Installationen zu Problemen, wenn dort eigener PHP-Code unter "additional validation" eingetragen war, denn dieser wird von neueren Webform-Versionen nich mehr ausgeführt, was die Funktion des betroffenen Formulars beeinträchtigt oder dieses unbenutzbar macht. Um das Problem zu lösen, gibt es mehrer Möglichkeiten. Die einfachste - aber auch unsicherste - ist der Einsatz von  webform_php. Dieses Modul fügt das Feld "additional validation" wieder ein und der dort noch gespeicherte Wert bleibt erhalten, so dass das Formular sofort wieder benutzbar ist. Aus Sicherheitsgründen sollte die Benutzung dieser Funktion auf den Webmaster oder Admin der Seite beschränkt bleiben. Alternativ kann man Webform Validation benutzen. Dieses bietet diverse vorgefertigte Validierungsfunktionen. Zusätzlich können eigene Funktionen unter Verwendung des Hook hook_webform_validation_validators() programmiert werden. Da es Usern nicht möglich ist, direkt eigenen PHP-Code in ein Webformular einzutragen, bietet dieses Modul maximale Sicherheit.

Bugfix für Author Taxonomy für deutsche Sprachausgabe

Damit das Modul Author Taxonomy bei mehreren Autoren das "und" in der Autorenaufzählung in Deutsch ausgibt, müssen in der Datei author_taxonomy.module folgende Zeilen geändert werden (Version 5.x-1.4)

Zeile 312: $output .= implode(' und ', $author_names);

Zeile 320: $output .= 'und '. $author_name;

Im original Quelltext steht dort jeweils ein englisches "and". Nach der Änderung erfolgt die Autorenaufzählung korrekt mit deutschem "und".

Bug in Drupal 6.19 beschädigt Layout von Websites

Ein unangenehmer Fehler kann nach dem Update einer Website, die unter Drupal 6 läuft, auftreten. Die Version 6.19 hat Probleme mit CSS-Dateien, die nicht im UTF-8-Format gespeichert wurden. Bei aktivierter CSS-Optimierung (unter "Einstellungen >> Leistung >> CSS-Dateien optimieren") kann es passieren, dass CSS-Dateien von Modulen nicht hinzugefügt werden und in der ausgelieferten CSS-Datei fehlen. Das kann dann zu einer verunstalteten Website führen. Um den Fehler zu beseitigen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. CSS-Optimierung deaktivieren. Das ist aber immer dann problematisch, wenn die Zahl der zu ladenden CSS-Dateien 31 übersteigt. Dann kann der Internet Explorer diese nicht mehr laden und stellt die Seite ohne CSS dar. Dieser Bug tritt mindestens noch bis zur Version 8 des Internet Explorer auf.
2. Betroffene CSS-Dateien in UTF-8-Format konvertieren. Dazu lädt man diese einfach in einen geeigneten Texteditor (z.B. PSPadPro). Beim Laden zeigt dieser die aktuelle Codierung an. Unter "Format" kann man diese dann auf UTF-8 umstellen und die Datei wieder speichern. Das ist bei einer größeren Zahl von Modulen mit eigenen CSS-Dateien allerdings etwas mühsam.
3. Der sicherste Weg ist ein Update auf die seit kurzem verfügbare Version 6.20 von Drupal. Hier wurde der Fehler behoben.

Wer noch eine ältere Drupal-Version im Einsatz hat, ist von diesem Fehler nicht betroffen und solte die Version 6.19  überspringen.

 

URL und Dateinamen

So wie bei den Dateinamen von Grafiken, sollten Sie auf für alle anderen Dateien Ihrer Webseite einen sprechenden Namen geben. Egal, ob es sich um HTML-Seiten oder Downloadangebote handelt. Verwenden Sie dabei nur Kleinbuchstaben, Zahlen, Leerzeichen, Bindestriche und Unterstriche. Vermeiden Sie Umlaute, andere Sonderzeichen und Großbuchstaben. Soll der Dateiname mehrere Wörter enthalten (z.B. ein Keyword und ergänzende Wörter), so trennen Sie diese durch Bindestriche und nicht durch Unterstriche, dies ist sowohl für Google, als auch für den menschlichen Benutzer der Bildersuche bzw. der Website im Zweifelsfall am besten zu lesen. Beispiele:

  1. Schlecht: Datei 1.PDF
    Besser: angebot-wurstwaren.pdf
  2. Schlecht: wurstwarenmetzgereiwurst.html
    Besser: wurstwaren-metzgerei-wurst.html

Suchbegriffe: Die wichtigsten Keywords ermitteln und die Seiten dafür optimieren

Mit den richtigen Suchbegriffen (engl. Keywords) gefunden zu werden, ist das Ziel aller SEO-Bemühungen. Daher sollten Sie hierbei besonders sorgfältig vorgehen und ein ausreichendes Zeit-Budget für diese Arbeiten bereitstellen.

  1. Die meisten Klicks erzielen Ihre Suchbegriffe natürlich, wenn diese auf den Suchergebnisseiten möglichst weit vorne stehen. Dabei ist es nicht nur wichtig, überhaupt auf Seite 1 der Ergebnisliste zu landen, sondern dort möglichst auf einem der ersten Plätze. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass ca. 50 % der Klicks auf den ersten Platz der ersten Seite entfallen, ca. 15 % auf Platz 2 und weitere 10 % auf den dritten Platz - zusammen fast 75 % aller Klicks! Diese Ergebnisse können allerdings von Fall zu Fall stark abweichen, etwa durch bezahlte Anzeigen über oder neben den Suchergebnissen oder Karten, die bei geografisch bestimmbaren Suchergebnissen eingeblendet werden können (Google Places).
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